Eucharistiefeier zur Wiedereröffnung und Abschluss der
Kirchenrenovierung der Filialkirche Tegernbach am 11.09.2025
Egglkofen – Am Donnerstag den 11.09.2025 konnte nach der Kirchenrenovierung der Filialkirche Tegernbach dort wieder zum ersten Mal Gottesdienst gefeiert werden. Unter den vielen Gottesdienstteilnehmern der gut gefüllten Kirche begrüßte Pfarrer Markus Hochheimer zu Beginn des Gottesdienstes besonders die für die Renovierung zuständige Architektin Adelheid Brunner und die Mitglieder der Kirchenverwaltung Tegernbach und der Kirchenverwaltung Egglkofen. Die Renovierung war nötig gewesen nachdem 2022 hinter den beiden Seitenaltären Wasserschäden entdeckt wurden. Diese beiden Seitenaltäre sind der Gottesmutter Maria und dem Hl. Josef geweiht. In der Einführung wies der Geistliche auf die Kernaussage des Evangeliums hin, die zusammengefasst werden kann mit dem Satz „Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“ Er bedankte sich bei allen, die bei der Renovierung mitgearbeitet haben und sich dabei von diesem Satz leiten lassen haben und so ihre guten Ideen und ihre Arbeitskraft eingebracht haben.
Vor dem Segen sprach Kirchenpfleger Andreas Forster einige Worte an die Anwesenden. So begrüßte er Agnes Wimmer vom Sonntagsblatt und den ehemaligen Kirchenpfleger aus Egglkofen Hausperger Leonhard, in dessen Amtszeit der Renovierungsbeginn war, und seinen Nachfolger Huber Rudolf, sowie die Architektin Adelheid Brunner. Er berichtete von der Entdeckung der Wasserflecken außen im Frühjahr 2022, die immer größer wurden. Im September 2022 wurde die Architektin mit der Planung beauftragt. Mit der Rodung in Eigenleistung wurde im November 2022 begonnen. Die Vorbereitungszeit des Gutachtens dauerte bis 28.03.2024. So konnte noch im März 2024 mit der Generalsanierung begonnen werden. Diese wurde bis September 2025 weitgehend beendet, so dass nur noch Kleinigkeiten fehlen. Das Denkmalamt war natürlich involviert, so dass alle Gewerke sehr ordentlich durchgeführt worden waren. Finanziell ist die Kirchenverwaltung Egglkofen zuständig. Die gesamte Bausumme für die Renovierung beträgt ca. 750.000 € Die Sammlung in Tegernbach ergab 2800 €. Das Ordinariat übernimmt 50% der Kosten und vom Denkmalamt, der Gemeinde und dem Landkreis gibt es ebenfalls einen Zuschuss. Forster Andreas bedankte sich bei allen, die mitgeholfen haben beim Roden, beim Ausräumen und Einräumen der Kirche, der Familie Sirtl für den Baustrom, der Mesnerfamilie Maier für das Wasser welches beim Bau benötigt wurde und für das häufige Auf- und Zusperren der Kirche während der Renovierungsarbeiten. Außerdem bedankte sich der Kirchenpfleger bei Kupper Resi, die die alte Nikolausfahne in bewundernswerter Weise mit viel Zeit und Geduld ausgebessert hat. Als Dank für die gute Zusammenarbeit überreichte er an die Architektin Adelheid Brunner einen Blumenstrauß. Anschließend lud er alle Gottesdienstteilnehmer zum Grillabend und zu Kaffee und Kuchen in die Maschinenhalle der Familie Berlinger ein, wo man sich noch in gemütlicher Atmosphäre austauschen konnte.
Zum Schluss des Gottesdienstes bedankte sich auch noch Pfarrer Hochheimer bei allen unentgeltlichen Helfern und kündigte die erste Kindstaufe nach der Renovierung in der Filialkirche an, die in wenigen Tagen stattfindet. Nach dem Gottesdienst war noch von den Mesnersleuten zu erfahren, dass die beiden Glocken der Kirche von Hand zu läuten sind. Während heute nur noch bei Gottesdiensten geläutet wird, hatte die Mutter des Mesners früher auch das „Tag-Anläuten“ übernommen. Da im Krieg Glocken eingeschmolzen wurden, ist eine Glocke älter als die andere. Des Weiteren erzählten die Mesnersleute, dass der Kirchenmaler die wunderschöne Bemalung der Decke auf dem Gerüst liegend erledigte und auch schon mal die Brotzeit auf dem Gerüst einnahm. Es wurden im Zuge der Renovierung Fundamente aus dem 15.Jahrhundert gefunden, worauf die jetzige Kirche gebaut wurde. Bei den Grabungen wurden auch Münzen und Skelette aus dem 30 jährigen Krieg gefunden und eine Frau aus dem 19. Jahrhundert, die an der Kirchenmauer beerdigt wurde. Zum Schluss wurde noch das Denkmal vom Flugzeugabsturz neben der Kirche besucht. Die Flugzeugabsturzstelle befindet sich in einem Waldstück bei Piesenkofen. Dort erinnert ebenfalls eine Stele an den Absturz der Condor »Hessen« am 21. April 1945. Beim Grabmal in Tegernbach wird mit 12 Inschriften auf einer Granitstele an die Abgestürzten gedacht.
![[Pfarrkirche]](images/head.jpg)